
Der erste Morgen. Für Frauen ist es ja immer problematisch sich sanitäre Einrichtungen zu teilen, aber vier Toiletten mit fast hundert Menschen… naja. Nichtsdestotrotz war sich sehr gut gelaunt, weil es sich auf einem Feldbett einfach besser schläft, als auf einer Luftmatratze. Das Frühstück haben wir aber nicht in der Unterkunft, sondern im Auto eingenommen. Meine Mutter hatte uns unmenschlich viel mitgegeben. Danach sind wir dann zur Straßenbahn aufgebrochen um einen von den 16 Wortwechselgottesdienst zu besuchen, welche immer morgens um zehn starteten. Ein wunderbares Gefühl einen Gottesdienst mit Leuten zu feiern, die für Jesus brennen! Sag ich euch!
Man merkte beim Singen, dass die Leute auch hinter dem stehen was sie singen und es genauso meinen. Man spürte die Verbindung zu Gott. Auch wenn die Band nicht ganz nach meinem Geschmack war (auf dem Christival merkte man: je professioneller die Musiker, desto deutscher die Lieder! War einfach so. Die Hauptband hat fast ausschließlich deutsche Texte gesungen.) Aber das war ganz egal. Gott hat mir gezeigt, dass es nicht wichtig ist wie gut Band und Sänger sind. Lieber ein ehrlicher falscher Ton, als ein professioneller Ton ohne etwas dahinter. Ich konnte beim keinem Lied still dasitzen. Bewegt von Jesus. Das Motto traf voll und ganz auf mich zu. Werde auch in Zukunft immer aufstehen und „zappeln“ wenn mir danach ist. Es ist eine Sache zwischen Gott und mir. Andere haben da nichts zu melden. Lobpreis für meinen Schöpfer eben. Saugeil!
Gottesdienste in einem Kino zu feiern ist schon eine feine Sache, aber gefährlich bei der Predigt war, dass die Sessel so bequem waren… uiuiuiui, ich bin mal weggepennt. Aber der Prediger wäre auch was für einen Abendbrotgodi… auch wenn ich eingeschlafen bin, das lag an der Müdigkeit.
Danach haben wir uns auf Nahrungssuche begeben und die MMM (Messe der Missionarischen Möglichkeiten) besucht. da gab es ganz viele Stände über Missionswerke, -schulen und alle möglichen anderen Einrichtungen. Viele Shops und gratis Kulis. An Gewinnspielen konnte man natürlich auch teilnehmen. Oder einen Kaffeetrinken. Später trennten sich dann unsere Wege, weil wir die Seminare besuchen wollten. Leider war der ursprüngliche Redner meines Seminars erkrankt, aber die Ersatzfrau hat auch einen guten Job gemacht. Nur war das Seminar sehr schnell zu Ende. Nun gut. Zufällig saß der Julian im gleichen Seminar und wir haben den Nachmittag gemeinsam verbracht. Wieder auf der MMM. Julian hat dann an einem Live- Hörspiel teilgenommen. Das war sehr amüsant. Den Rest des Nachmittags dann dort gechillt und Kaffee getrunken.
Dann zu Abend gegessen. Die Backfactory hatte ein großartiges Angebot auf dem Gelände. Lecker!
Um 20 Uhr stand dann unser erstes Festival an. Das Kinofestival!
Großes Kino! Saugeil!
Erst einmal haben wir gemerkt, das lauter Filmnerds, wie wir welche sind, am Start waren. Denn wir haben das Filme und Soundtrackratespiel gespielt und hinter uns haben sich dann zwei Fremde Jungs eingeklinkt… und der eine hat mich so was von abgezogen… Das Prinzip des Festivals war sehr einfach, aber so genial. Ein Sketch wurde eingespielt und immer wieder unterbrochen durch passende Szenen quer durch die Kinolandschaft. Alles von James Bond, Fluch der Karibik, dem Jesus Film über Nemo, Ice Age, Forrest Gump, Herr der Ringe, Indiana Jones, Titanic usw. wurde einbezogen. Es war so genial gespielt und die Filmszenen haben so ideal gepasst und zum Nachdenken angeregt. Die Predigt war auch sehr kurz und knapp. Aber treffend. Toll.
Der Abend war aber nach dem Festival noch nicht beendet. Anstatt uns im Nachtprogramm noch eine Band anzuhören oder ähnliches sind wir ins Pub vom Junggesellenabschied gegangen und haben Irish Flag getrunken. Das war lustig. Danach ab in S-Bahn und schnell zur Schule zurück. Einen kurzen Abstecher in die Gruppendusche. Mit 12 Mädels um halb zwölf(!) noch duschen und ab ins Bett. Ein Traum.


06. Mai 08
Donnerstag- erste Eindrücke
Posted by tinefunkt under Christen, Feiern und Feste, GlaubeLeave a Comment